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Sport und Kinder: Was motiviert Kinder zum Sporttreiben? Warum treten Jugendliche aus dem Sportverein aus?

In westlichen Industrienationen weisen immer mehr Kinder und Jugendliche Defizite in der körperlichen Entwicklung (wie Übergewicht und motorische Schwächen) auf. Wie ist der zunehmenden Inaktivität zu begegnen? Innerhalb eines interdisziplinären Forschungsprojektes unserer sozialepidemiologischen Forschungsgruppe (Schneider, Coric et al.) haben wir innerhalb eines Literaturreviews die derzeit existierenden Theoriemodelle zur Sportpartizipation zusammengefasst und deren Brauchbarkeit zur Erklärung des Sportverhaltens kritisch bewertet.
Ziel des Projektteams aus Sozialepidemiologen, Sportwissenschaftlern und Soziologen war es hierbei, Partizipationstheorien des Sportes bezüglich ihrer Brauchbarkeit für die Teilnahme- aber auch für die Drop-out-Problematik bei Kindern und Jugendlichen zu bewerten. Wir unterteilen die wichtigsten Erklärungstheorien zur Sportpartizipation in Struktur- und Stadienmodelle.


Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein elaboriertes Modell zur Erklärung der Sport(in)aktivität unter Kindern und Adoleszenten bis dato nicht verfügbar ist. Um dieses pädagogisch wie auch gesundheitspolitisch wichtige Phänomen adäquat beschreiben und erklären zu können, wäre ein Erklärungsansatz nötig, der strukturelle und entwicklungsspezifische Aspekte, die Sportpartizipation und das Drop-out-Problem ebenso wie spezifische normative, kulturelle und entwicklungspsychologische Aspekte Heranwachsender explizit berücksichtigt. Hierzu besteht eine gravierende Theorielücke, so unser Fazit. Im Detail nachzulesen unter:

Schneider S, Coric J (2006) Modelle zur Sportpartizipation von Kindern und Jugend-lichen. Ein Literaturreview. Unsere Jugend - Z f Sozialpädagogik 6: 249-259

 
 
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